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Berichte 2011

Begleithundeprüfung am 15. Oktober 2011

Bei strahlendem Sonnenschein und kühlem Wind trafen alle 6 Teams sowie Richterin Dietlinde Titt und Sonderleiterin Sylvia Pieschel pünktlich und voller Tatendrang zur Begleithundeprüfung ein. Die Sonderleiterin begrüßte uns sehr herzlich. Richterin Dietlinde Titt nahm uns mit ihrer freundlichen Ansprache sofort einige Nervosität. Auch das Angebot, ohne Hemmung viel zu fragen, wenn etwas nicht verstanden wird, wurde von allen Beteiligten gerne angenommen.
Bei mir war die Nervosität nicht gering, da ich weder das Gelände noch irgendeinen der Teilnehmer kannte. Außerdem hatten wir zuletzt kaum noch geübt, da ich Lotta nach gerade überstandener Wasserrute und einer anschließenden Prellung etwas Ruhe gegönnt hatte.
Ich wußte zwar, dass meine Hündin Lotta grundsätzlich die Aufgaben beherrscht, aber gelegentlich doch Kaninchen den Vorzug geben möchte. Und Kaninchenköttel gab es reichlich, das konnte ja heiter werden.
Dass wir die letzte Startnummer hatten, trug nicht gerade zur Beruhigung meiner Nerven bei. Nach den Formalitäten ging es sofort in die Praxis, wobei die Richterin jedem Teilnehmer den jeweiligen Prüfungsteil erklärte und es glänzend verstand, sehr individuell auf die Hundeführer einzugehen und Ruhe zu vermitteln. Frau Titt richtete sehr fair und offen, so dass wir alle noch Erfahrung sammeln konnten.
Nachdem ich einige Teams beobachten konnte, hatte sich meine Nervosität aufgrund der freundlichen Prüfungsstimmung durchaus etwas gelegt. Sie stieg jedoch wieder auf 100 %, als wir an der Reihe waren. Aber Lotta war so glücklich, nach der langen Wartezeit endlich wieder bei mir zu sein, dass sie alles freudig und gehorsam absolviert hat. Nur Platz aus der Bewegung, nein danke, ein andermal, heute nicht, das war dem Hundefräulein doch zu pieksig. Die Richterin Frau Titt war aber als Team mit uns sehr zufrieden, so dass wir sogar als Gruppensieger vom Platz gehen konnten. Ein Team konnte leider nicht bestehen. Für dieses gab es Trost, was ich besonders einfühlsam fand.
Das nahe gelegene griechische Restaurant war auf hungrige Retrieverfreunde eingerichtet und ermöglichte nach einem kleinen Imbiss, die Urkundenübergabe vorzunehmen.
Ein herzlicher Dank auch im Namen aller Hundeführer an Sylvia Pieschel für die vorzügliche Organisation der BHP, an Richterin Dietlinde Titt, sowie Herrn Heckmann, der mit vollem Körpereinsatz allen teilnehmenden Retrievern das Bestehen der Schussfestigkeit ermöglichte, und an alle unsichtbaren Helfer/innen der gelungenen Prüfungsveranstaltung. Ich denke gerne an diesen schönen Tag zurück.

Monika Wilmert







Sélectif B / Épreuve B in Préseau am 29.05.2011

Meine Golden Retriever Hündin Breeze ( Orange Dream of Redpine ) und ich haben zusammen mit Ulrich Küppers und seinem Labrador Rüden Dual´s Hope Ice einen zwar sehr langen und anstrengenden (Abfahrt in Essen - Kettwig um 5:30 Uhr!), aber auch wunderschönen und für alle erfolgreichen Tag in Préseau, Frankreich verbracht . Zusammen mit uns haben noch zwei weitere Teams der BZG Düsseldorf an der Prüfung teilgenommen, der Labrador Rüde Iven vom Keien Fenn mit Katrin Becker und Ulrich Scholz und die Labrador Hündin Aurelia vom Keien Fenn mit ihrer Führerin Dania Bucca. Die Prüfung wurde auf einem wirklich perfekt geeigneten, idyllisch gelegenen Gelände abgehalten. Die „Épreuve B“ wurde von dem Richter und Golden Retriever Züchter Herrn Bruno Facq sehr fair gerichtet . Wegen meiner mangelnden Kenntnisse der französischen Sprache hatte ich im Vorfeld der Prüfung sehr große Bedenken gehabt, ob ich überhaupt an einer Prüfung in Frankreich teilnehmen sollte, diese Sorge war aber dann völlig unbegründet, denn die Sprachbarriere wurde durch die große Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit der Franzosen kompensiert. Der Tag hat uns allen riesig viel Spaß gemacht und es war schön, bei wirklich hervorragenden Essen in der Mittagspause mit den französischen Teilnehmern zu plaudern, eine Vorstellung vom französischen Lebensgefühl zu bekommen und die Gastfreundschaft des Retriever Club de France, Sektion Preséau, zu genießen. Am Ende des Tages hatten alle Hunde, so auch meine Breeze, die "Sélectif B / Épreuve B“, die Qualifikationsprüfung für französische Field Trials, veranstaltet vom Retriever Club de France , Sektion Préseau bestanden und haben somit ab sofort die Startberechtigung für „Field Trial à la française“ in Frankreich. Wir freuen uns nun darauf, im Herbst auf einem „Field Trial à la française“ in Frankreich zu starten. Anbei ein paar Impressionen der Prüfung, die Ulrich Scholz mit seiner Kamera eingefangen hat.
Nicole Nickisch
www.breezes-of-zanzibar.de




Dummy A am 10. Juli 2011 in Willich/Schiefbahn

Bevor ich überhaupt anfange , möchte ich mich und ich denke mal im Namen aller bei denen bedanken , die dieses Wochenende und damit die Prüfung ermöglicht haben . Ein großes Dankeschön an die Sonderleiterin Sandra Lemke , die so einige km hinterlegt hat und für jeden ein paar motivierende Worte hatte , dann an den Richter Martin Kuse , der mit seiner beruhigenden Stimme einem ein wenig die Anspannung genommen hat , an den Richteranwärter Ralf Ohletz , der mit seiner Begeisterung für eine gute Arbeit nicht gespart hat und zu guter letzt , an die fleißigen Helfer Nadia Blank und Tibor Heckmann, ohne die eine Prüfung gar nicht statt finden könnte.Danke!!!

Ich wollte nie eine Prüfung machen : Aber wie heißt es so schön , der Gruppenzwang .... Sonntagmorgen , ich bin "out of control" ich hatte mich mit meiner Assistenzhündin Ondra von Tobi´s golden Lana zur Dummy A angemeldet . Also Rollator ins Auto , unsere Hunde , das sind wie schon erwähnt mein Goldenmädchen und ihr Personal Trainer und Manager Jacky (unser Yorkie)und meine Ma , meine große Stütze .Ab nach Willich , dort trafen sich 13 Gespanne bei schönem Wetter .Nachdem die Formalitäten erledigt waren , Sandra Lemke die Willkommensrede gehalten Martin Kuse uns begrüßt hatte , ging es los ins 800 m entfernte Prüfungsgelände. Wir bekamen die Startnummer 12 und somit war warten angesagt . Als erstes mußten die Hunde bei Kniehohen Bewuchs in die Verlorensuche .Die ersten enttäuschten Gesichter waren zu seh`n , einige Hunde hatten Schwierigkeiten das Gelände anzunehmen . "Das hat er noch nie gemacht"!!!Ondra absolvierte eine saubere Arbeit und nach 4 Dummy`s konnte ich sie wieder anleinen . Jetzt kamen Appell Memory und Einzelmarkierung Land die die Hunde hintereinander arbeiten mußten . Wir starteten in niedrigen Bewuchs , es fiel der Schuß das Dummy , dann entfernten wir uns vom Dummy und wechselten die Seite , sodaß wir hinter hohem Bewuchs standen , durch diesen mußten die Hunde dann zum Apport. Mein Mädchen lief nach der Freigabe mit Ultrahochgeschwindigkeit und brachte die Aufgabe nach Hause , auch die Einzelmarkierung war für sie schnell erledigt.Da ich bei diesen Aufgaben meinen Rollator wegen der vielen Unebenheiten stehen lassen mußte , nochmals ein ganz großes Danke an Martin Kuse , der sofort meine Unsicherheit bemerkte und mir gestattete das Tempo anzugeben . Danach hieß es alles einpacken zurück zum Parkplatz und ab zum Wasser . Mittlerweile waren auch die Dummy F Teilnehmer eingetroffen und so fuhren wir los . Auf der Fahrt wurde mir bewußt da bis jetzt alles sehr gut gelaufen war , wenn es am Wasser klappt besteht Ondra die Prüfung .Ich möchte hier kurz erwähnen , das Ondra eine absolute Wasserratte ist und sie sich dort immer in einem Ausnahmezustand befindet. Und gerade dieses Element soll jetzt ausschlaggebend sein über hopp oder top . Bingooo!!! Aber was soll ich sagen , Ondra war wohl der Meinung einer muß ja hier die Übersicht behalten arbeitete ganz diszipliniert und bekam dafür die volle Punktzahl .Wir hatten bestanden , ich wußte nur noch nicht wie . Wir fuhren zurück zum Suchenlokal , wo wir uns die Wartezeit mit einem leckeren Essen und netten Gesprächen versüßten .Dann die Verkündung 2 Teams haben es leider nicht geschafft , beim nächstenmal bestimmt . Es wurden die Plätze aufgerufen und zu meiner großen Verwunderung mußten wir bis zum Schluß warten , denn Ondra hat mit 78 von 80 Punkten bestanden und war damit Suchensieger . Dafür das Ondra hauptberuflich mein Helferhund ist und sie die Dummyarbeit nur "just for fun" zum Ausgleich ihres 24Std.Job`s macht , bin ich wahnsinnig stolz . Ohne Druck und Zwang nur rein der Freude wegen , kann man auch sehr gute Resultate bringen , das beweißt auch das sehr gute Bestehen von Padme` von Tobi`s golden Lana , der neuen Zuchthündin meiner Züchterin Ulrike Augustin sie belegte den 3.Platz mit 75 von 80 Punkten und dies mit einer Vorbereitungszeit von nur 4Wochen , sie ist nämlich ein Mantrailer. Gratulation an alle Teilnehmer . So ging ein anstrengender aber schöner Tag , in geselliger und harmonischer Runde , zu Ende . Wir kannten niemanden und doch war es als ob man sich schon irgendwo geseh´n hatte . Man hielt sich gegenseitig die Daumen und man freute und tröstete sich gemeinsam .Eine tolle Erfahrung die nicht mehr missen möchte , dies gibt Kraft um weiterzumachen . Vorrausgesetzt meine kleine Schnecke behält ihren Spaß an der Dummyarbeit!!!! Ich möchte mit einem Spruch von A . Schopenhauer enden : "Wer nie einen Hund gehabt hat , der weiß nicht ,was Liebe und Geliebtwerden heißt." Danke Ondra

Martina Pimpertz mit Ondra von Tobi`s golden Lana




Unsere Dummy A – oder: Man kann alt werden wie ´ne Kuh …


Alles begann damit, dass ich vor gut 1 Monat in der DRC-Zeitschrift den Termin für die angesetzte Dummyprüfung an einem für uns gut erreichbaren Ort entdeckt habe. Schnell nachgeguckt und geblättert… Läuft die Meldfrist noch? Jaaa … Soll ich? Soll ich nicht? Wer richtet? Martin Kuse. Ach - den kenn ich vom Seminar im Frühjahr! So ein netter und ruhiger Mensch! Da trau ich mich …   Ich mag seine Art und hab - als ich den Namen las - nur gedacht: Da machst du die Prüfung - oder gar nicht!
Noch am selben Tag schrieb ich mutig die Sonderleiterin an und habe meine Anmeldung für Jule und mich losgeschickt.

Ich muss dazu sagen: Dat Uli ist sooooooooooo ein Prüfungsschisser … Da nutzt es auch nichts, wenn ich suuuuper sicher und bestens vorbereitet bin. Es ist einfach so. Das war auch der Grund dafür, dass ich nix und niemandem etwas davon verraten habe. Das hätte für mich nur noch mehr Druck bedeutet. Eigentlich kann ich unter Druck am Besten arbeiten - aber die bisher gemachte Erfahrung bei einem Schnupperer-Trainings-WT hat mich eines Besseren belehrt und gezeigt, dass mein Kopf dann eigentlich leer ist und die Rübe nur zum Haareschneiden taugen würde.

Na gut – einer Person hab ich‘s wohl verraten …

Unser Trainer war ja schon im letzten Jahr der Meinung, dass ich Julchen und mich doch zur Dummy A anmelden soll – aber damals konnte ich mich noch erfolgreich davor drücken.
Ausserdem hatte mir unsere Teilnahme am Schnupperer-Trainings-WT letztes Jahr „den Rest gegeben“. S.o. … Da war ich soooooo dämlich – hab meinen Hund noch mit kirre gemacht. Das sollte mir nicht nochmal passieren.

Da – Mail von Sandra! Absage … Glück gehabt! Puh …! Aber trotzdem hin- und hergerissen und ach – schade ist es ja doch.

Es kam dann, wie es kommen sollte. Von der lieben Sandra „flatterte“ ein Mail in mein Postfach, dass wir von der Warteliste aus nachgerückt sind und somit an der Prüfung teilnehmen könnten. Juuuuuuuuuuubel und ach du Schreck … Beides gleichzeitig.

Hab dann die ganze Geschichte so gut es ging bis Freitag vor der Prüfung verdrängt und abends meinen schwarzen Blitz mit unserem Gerümpel bepackt, Papiere etc. zusammengesucht und was ganz wichtig war: die Rescue-Globulis eingesteckt …

Vorsichtshalber schon mal ne Kopfschmerztablette eingeworfen (im letzten Jahr hatte ich vor lauter lauter solche Kopfschmerzen an dem Tag … Frau baut vor!) und mich dann fein ins Bett gelegt.
Den Wecker gesetzt und am nächsten Morgen früh wieder auf … Nochmal ne Pille gegen die Kopp-Ping.
Vorsichtshalber nur ne halbe Tasse Kaffee – ich weiß aus Erfahrung, dass in solchen Fällen daraus 5 l werden, die wieder ausgeschieden werden wollen … (So war’s dann auch dieses Mal wieder!)
Julchen gepackt, ab ins Auto und los. Unterwegs auf die Wiese, Hund und Frauchen – Pippi machen Hund leider noch nicht gelöst … Hoffentlich nicht gleich in der Prüfung …

Noch war ich die Ruhe in Person … Trotzdem habe ich es wieder geschafft, mich selbst unter Zuhilfenahme eines mobilen Navigationsgerätes zu verfahren … Shit – diese dämlich Ausfahrt verpasse ich immer!

Wir waren zum Glück noch gut vor der Zeit beim Treffpunkt … Also ging ich nochmal los, damit mein kleines Mademoisellchen sich lösen konnte – im strömenden Regen! Na prima! Vor lauter Aufregung nur so’n dünnes Sommerjöpken geschnappt und nicht die Regenjacke – egal … Wir sind ja nicht aus Zucker!
Hach – Julchen hat zum Glück ihr Geschäft erledigt und ich die nächsten 5 l vor Ort gelassen … Hihihi – dabei direkt „sitz“ und „bleib“ geübt!

Nach und nach trudelten alle Teilnehmer, die Helfer und die Sonderleiterin ein. Ein nettes Trüppchen! Moah – ob ich irgendwo ne Kippe schnorre – vielleicht hilft ja rauchen …

Meine Rescue-Globulis kamen exakt ab diesem Zeitpunkt zum Einsatz … Immer wieder ein Portiönchen in die Handfläche und ab dafür – fein auf der Zunge zergehen lassen …

Dann ging’s los. Begrüßung durch Sonderleiterin Sandra Lemke und Richter Martin Kuse, die Papiere abgeben, Chip-Nr. kontrollieren lassen und Teilnehmer-Nr. entgegen nehmen …

Ich fall um – Nr. 20!   Von 20!   Das bedeutete … wir kamen als letzte dran … endlose Wartezeit … Aufregung … Wo sind die Globulis – noch ne Ladung!

Als alles erledigt war, fuhren wir mehr oder wenig geschlossen – auf mehr oder wenig direktem Wege – zu unserer 1. Aufgabe – dem Wasserapport.
Ausgerechnet! Julchen frisch und ausgeschlafen und voller Tatendrang! Zu Hülf – hoffentlich geht das gut – hoffentlich springt sie nicht ein vor lauter Übermut! Wo ist hier dichtes Gebüsch für’s Frauchen … Und noch ne Handvoll Globulis … Der erste Hund ist dran … Schuss … Klatsch ins Wasser … und kommt zurück … gut gelaufen …
Wir haben dann erst mal noch n paar Bahnen am Feldrand zurück gelegt … Oooom … alles wird gut – tiiiiiieeeeef durchatmen … Globulis! Oder doch besser ein Sauerstoffzelt?

Endlich kamen wir an die Reihe. So gut es ging zum Wasser, Martin hat mir die Aufgabe erklärt und ich hab trotz meiner absoluten Nervosität alles behalten (ja – denn ich kann auch nur so tun, als ob … s.o.) Schuss! Dummy fällt ins Wasser … (Juuuuuuubel – Jule sitzt ) Freigabe – Apport … Mein Julchen geht ins Wasser, holt das Dummy und kommt zurück zu mir … gibt ab, wird angeleint und gelobt! Man hätte eigentlich deutschlandweit meinen Stein und somit auch einen Großteil an Aufregung von meinem Herzen plumpsen hören müssen! Genial! Ich war sooooo stolz auf mein Mädchen … Noch so voller Tatendrang und Energie hat sie trotzdem fein brav neben mir gesessen und auf das Kommando gewartet! Ich hätt sie knutschen mögen! Wer unsere Dummyanfänge kennt, weiß, dass das nicht sooooo einfach war für uns.

Von dort aus ging es weiter zum Gelände, an dem die anderen Aufgaben abgearbeitet wurden.
Autos wieder auf dem Treffpunkt-Parkplatz abgestellt und zu Fuß marsch marsch mit Sack und Pack ins Grüne. Vorsichtshalber wieder mal ne Portion Globulis.

Nachdem sich dann alle Teilnehmer mit ihren Hunden ein schattiges Plätzchen gesucht hatten – inzwischen schien die Sonne – ging es endlich weiter … Die Verlorensuche sollte Hund für Hund „abgearbeitet“ werden … Für uns – wieder eine schier endlose Wartezeit … Die Globulis wirkten – auf’s Gemüt – leider nicht auf die Blase …

Getreu dem Motto: Viel hilft viel, wurde direkt nochmal ne Handvoll nachgelegt.

Als wir dann endlich dran waren, konnte ich doch tatsächlich locker mit Jule losziehen. Eins ist sicher – egal wie viele Dummies dort liegen – Jule holt sie alle – dessen war ich mir sicher. Sie ist soooooooo ein Nasentier!
Auch dort dasselbe Procedere – Aufgabe erklärt, Freigabe – und ab dafür … Dort habe ich Julchen wirklich einfach machen lassen. Nach 4 geholten Dummies waren wir dort auch schnell fertig! Juuuuubel – 2. Aufgabe geschafft!

Die restlichen beiden Aufgaben arbeitete dann jeder Hund durchgehend ab. Alle Teilnehmer gingen gemeinsam mit in das Gebiet, in dem die Landmarkierung und der Appell/das Memory gearbeitet wurden.
Für uns bedeutete das 19 Teams mit jeweils 2 Aufgaben und 3 Schüssen vor uns … und mind. 2 Ladungen Globulis (die ich dann aber mit einer lieben anderen genauso aufgeregten Teilnehmerin teilte …) in der Handfläche – fertig zum Verzehr – nur mal so vorsichtshalber …
Zu diesem Zeitpunkt war ich eigentlich schon wirklich ruhig – im Kopf – der Bauch war trotzdem noch aufgeregt!

Jule hatte bis dahin so toll gearbeitet! Sie war echt die Ruhe in Hundeperson. Und wer uns kennt, weiß, was für ein Hibbelchen sie ist / sein kann. Trotz der vielen Schüsse für die Aufgaben der Teams vor uns, lag sie ruhig und gelassen da, ließ es sich wirklich gut gehen. Ich glaube, die Wirkung der Globulis auf mich hat sich absolut auch auf sie übertragen. Mein Julchen … Wer hätte das gedacht. Der ganze Hund strahlte so eine Ruhe, so ein Vertrauen in mich aus … Mama – sag was ich machen soll – ich tu’s für dich!

Nervös wurde ich noch einmal, als ich die gestellten Aufgaben bzw. deren „Bearbeitung“ durch unsere Vorgänger von unserem Standort aus beobachten konnte! Hilfe! Das klappt niiiiiiieeeee! Aber Dank der lieben Sandra, die uns dann aufklärte, dass sich in dem für uns scheinbar durchgehenden Bewuchs auch „gemähte Schneisen“ befinden, relativierte sich das Ganze wieder und ich war nur noch halb so unruhig.
Zu allem Überfluss zog sich während der langen Wartezeit noch der Himmel zu und es fing gemein zu regnen an. Egal – wie bereits erwähnt – wir sind nicht aus Zucker!

Nach und nach zog dann jedes Team zum Richter und arbeite … Eine nicht enden wollende Wartezeit und inzwischen heftigem Nass von oben später kamen wir dann auch endlich zum Zug …
Appell!    Loslaufen … Schuss … Anhalten … Dummy fliegt … Richtung ändern … Weiter laufen … Schuss … Anhalten … Ausrichten … Apport … Julchen läuft los – zum Dummy – ohne Umwege … Puh … Das ist ja schon mal gut gelaufen …
Apropos laufen: Irgendwie war ich inzwischen durch und wohl auch nicht mehr so konzentriert – und die Karnickelköttelchen einfach stärker . Das Fußlaufen war dann nicht so unsere Paradedisziplin, aber ich konnte es auch nicht mehr wirklich toll hinbiegen. Na ja – hoffentlich fluppt der Rest …

Zum guten Schluss noch die Landmarkierung! Das sollte klappen …
Wie immer: Aufgabe erklärt, Hund abgesetzt, Freigabe. Schuss, Dummy fliegt, Julchen sitzt, Apport und ab fliegt mein Mädchen Richtung Dummy! Ich freu mir bereits innerlich nen Wolf …
Auf dem Rückweg breite ich in alter Gewohnheit und voller Freude schwungvoll die Arme aus … Haaaaaaalt – stand da nicht gerade noch der Martin? Er hat’s geahnt und war schon einen Schritt zur Seite getreten! Puh … Glück gehabt!
Für einen Bruchteil an Sekunde fielen meiner Jule die achso verleitenden Karnickelköttelchen wieder ein – aber nur für einen Minimoment - da war sie auch schon bei mir! Auf meine ausgebreiteten Arme kann ich mich echt verlassen – dann fliegt sie zu mir … *schwärm*

Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa – wir sind durch – keine Null!
Das alleine war schon so ein tolles Gefühl!
Nicht von langer Hand geplant zur Prüfung und dann das. Ich war soooooo zufrieden mit meinem Julemädchen …
Nun schlug mein Herz wieder bis zum Hals, aber diesmal vor Freude!!!! Geschafft!
So zogen wir dann als letztes Team zurück zum Treffpunkt – zum „Suchenlokal“. Gespannt warteten wir in netter Runde auf die Ergebnisse.

Und – was soll ich sagen. Mit einem „sehr gut“ belegte mein Julchen mit mir den 8. Platz. Damit hätte ich niiiieee und nimmer gerechnet. Mein Ziel war es einfach zu bestehen. Jule hat so toll gearbeitet. Mit 19, 19, 18 und 12 Punkten bin ich megastolz auf sie! Und an unserer Fußarbeit werden wir weiter arbeiten! Das sollte doch auch noch hinzukriegen sein.
Was mir so im Nachhinein noch bewusst geworden ist. Sie hat jedes Dummy wirklich vernünftig getragen. Das macht sie sonst gerne schon mal nicht – weder bei Spaß in der Freizeit, noch im Training.
UND – was viel wichtiger ist – ich habe mich Samstag mit meinem Julchen als wirkliches und richtiges Team gefühlt. So vertrauensvoll wie sie mit mir zusammengearbeitet hat. Wir beide haben – glaube ich – wieder einen großen Schritt gemeinsam nach vorne gemacht.

Es war auf jeden Fall ein erlebnisreicher Prüfungstag, eine liebe Sonderleiterin - danke Sandra und ein toller Richter – danke auch Martin und natürlich Danke den Helfern.
Die Teilnehmer haben sich gut verstanden und jeder hat dem Anderen Glück und gutes Gelingen gewünscht.


Ulrike Stockhausen mit "Julchen" - Chance du Vallon de la Licorne


Bilder zum Wesentest 14./15.Mai 2011 in Duisburg
Richter Herr Klaus Karrenberg




Bilder zum Formwert 13./14. April 2011 in Wegberg
Richterin Frau Hassi Assenmacher-Feyel

Und alle 6 Retrieverrassen waren da !!






...weitere Berichte folgen...

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